Spielplatz mit Spielgeräten

Kinder lieben Spielplätze. Dort können sie klettern, springen, rennen – sich so richtig austoben. Doch nicht alle Spielplätze sind gleich. Aber woran erkennt man eigentlich einen guten Spielplatz?

Aus Kindersicht muss der Spielplatz genügend Anreize bieten, sich zu bewegen. Das können zum Beispiel klassische Spielgeräte sein, wie Rutsche, Schaukel oder Klettergerüst, aber auch spannende Alternativen wie Seilrutschen, Holzschiffe oder-burgen oder Bewegungsspiele auf dem Boden. Positiv ist auch, wenn andere Kinder vor Ort sind, die dann gemeinsam spielen können. Das erhöht den Spaßfaktor. Aus Elternsicht ist die Lage des Spielplatzes entscheidend. Je näher sich der Spielplatz am Wohnort befindet, umso attraktiver ist er. Sauberkeit und Sicherheit sind weitere Argumente für einen guten Spielplatz. Nur wenn der Sandkasten sauber ist, die Kinder sich an den Spielgeräten nicht verletzen können und die Abgrenzung durch Hecken und Bäume regelmäßig zurückgeschnitten wird, handelt es sich um einen guten Spielplatz.

Checkliste: Daran erkennen Sie einen guten Spielplatz

  • spannende Bewegungsmöglichkeiten
  • viele Kinder
  • gepflegte Spielgeräte
  • wohnortnahe Lage
  • sauberer Sandkasten/Bodenbelag
  • gepflegte Abgrenzung
  • sicheres Spielen
Spielplatz mit Palisadeneinfassung aus Gummigranulat

Welche Sicherheiten sollte ein Spielplatz bieten?

Kinder wollen Erlebnisse und Erfahrungen sammeln. Sie brauchen Erfahrungsräume wie Spielplätze oder Natur, um sich motorisch weiterzuentwickeln. Dabei wird es immer auch Verletzungsrisiken geben, denen Kinder ausgesetzt sind. Aus diesem Grund sollten die Erfahrungsräume eine gewisse Sicherheit bieten.

Sicherheit auf Spielplätzen wird häufig durch Normen geregelt. Es gibt Normen für Spielgeräte, die beispielsweise festlegen, dass es keine gefährlichen Ecken oder Spalten geben darf, an denen Kinder mit ihrer Kleidung hängen bleiben können. Andere Normen wiederum regeln den Fallschutz. So müssen unter Klettergerüsten beispielsweise Fallschutzplatten oder Sand liegen, um mögliche Stürze abzufangen. Unter Schaukeln können auch Gras oder Hackschnitzel als Fallschutz eingesetzt werden.   

Checkliste: So gestalten Sie einen Spielplatz sicher

  • Fallschutz einsetzen
  • Fallhöhen für alle Spielgeräte berücksichtigen
  • Einfassungen aus Gummigranulat verwenden
  • Bodenflächen und Spielgeräte regelmäßig säubern
Fallschutz Bodenbelag für Spielplätze

Welcher Fallschutz ist der richtige? 

Bei der Wahl des Fallschutzes gibt es viele Möglichkeiten. Beton kann als Fallschutz direkt ausgeschlossen werden, denn Beton ist als Bodenbelag einfach zu hart, um einen Schutz bei Stürzen zu ermöglichen. Stattdessen können z.B. Sand, Fallschutzplatten oder Hackschnitzel als Fallschutz eingesetzt werden. Alle vier Bodenbeläge haben verschiedene Eigenschaften, die vor dem Einsatz berücksichtig werden müssen.

Hier ein Überblick mit Vor- und Nachteilen
einiger Fallschutz-Materialien:

SAND
Vorteil: gute Optik, angenehmes Laufgefühl, moderate Anschaffungskosten
Nachteil: Verschmutzt schnell, muss regelmäßig aufgefüllt werden, Verunreinigung schwer erkennbar, regelmäßige Reinigung nötig, Pfützenbildung nach Regen, gefroren im Winter, nasser Sand wird hart und verliert an Stoßdämpfung, schmirgelnde Wirkung an Gerätepfosten und auf anderen Fußböden, nicht mit Rollstühlen befahrbar

FALLSCHUTZPLATTEN
Vorteil: gleichbleibende Fallschutzeigenschaften, sehr widerstandsfähig, farbliche Gestaltung möglich, langlebiger Fallschutz, barrierefreier Bodenbelag, geringe Wartung, mit dem Rollstuhl befahrbar
Nachteil: höhere Anschaffungskosten, Unterbau erforderlich, Fugen können Verschmutzung und Bewuchs zulassen

HACKSCHNITZEL (trocken und geschreddert)
Vorteil: gute Optik, angenehmes Laufgefühl, moderate Anschaffungskosten, naturnaher Werkstoff, farbliche Gestaltung, langsame Verrottung
Nachteil: muss tief ausgekoffert werden vor dem Einbringen, muss regelmäßig aufgelockert werden, modert durch Feuchtigkeit, verteilt sich durch Witterung, muss regelmäßig aufgefüllt werden, Fallschutz ist nicht dauerhaft, hohe Wartungskosten, nur bedingt mit dem Rollstuhl befahrbar

Während bei Sand, Rasen und Hackschnitzeln der Fallschutz aus unterschiedlichen Gründen nicht dauerhaft ist, punkten die Fallschutzplatten mit genau dieser Eigenschaft. Dank der industriellen Herstellung bieten die Gummigranulat-Platten einen gleichmäßigen und dauerhaften Fallschutz. Je nach Spielgerät sind auch noch unterschiedliche Fallhöhen erforderlich. Diese Anforderung erfüllen die Fallschutzplatten ebenfalls – es gibt sie meist in verschiedenen Stärken.  

Weitere Möglichkeiten, Spielplätze sicher und schön zu gestalten

Mit einer Einfassung können Spielflächen begrenzt werden. Einfassungen bestehen oft aus Ecken und Kanten, die beim Zusammenstoß zu unangenehmen Verletzungen führen  können. Werden Spielplatz-Einfassungen mit Randsteinen oder Palisaden aus Gummigranulat gestaltet, dann sinkt die Verletzungsgefahr aufgrund der stoßdämpfenden Eigenschaften des Materials. Optische Abwechslung sowie einen zusätzlichen Bewegungsanreiz bieten Motivplatten oder Hüpfspiele. Sie können direkt in die Fallschutzfläche integriert werden.

Doch auch wenn der gesamte Spielplatz sauber und sicher ist, eine Garantie, dass sich Kinder nicht verletzen, die gibt es nicht. Abschließend noch ein paar Tipps, die Sie als Eltern beherzigen können, um Ihr Kind vor Verletzungen auf dem Spielplatz zu schützen.

Checkliste: Dass sollte Ihr Kind vor dem Spielen beachten

  • Fahrradhelm zu Spielen abziehen
  • Lutscher vor dem Spielen essen
  • Batman-Kostüm mit Umhang zu Hause lassen
  • Schnürsenkel gut zuschnüren
  • Prinzessinnenkleider mit Schleppe ebenfalls zu Hause lassen
  • Jacken oder Pullover mit Schnüren eignen sich nicht als Spielplatz-Outfit
fröhliche Kinder auf einem Spielplatz
EinfassungenFallschutzplattenPalisadenSpielplätze